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3. Krankenversicherung für Tiere?

Nun, da ich selbst nicht nur Humanmediziner, sondern auch Veterinär-Mediziner bin, ist meine Sichtweise was Gesundheit betrifft grundlegend anders. In der Veterinär Medizin z.B. gibt es keine Krankenversicherung für Tiere, so wie es sie für uns Menschen gibt. Jeder von uns wäre geschockt, wenn plötzlich ein menschliches Krankenversicherungssystem bei Vieh und Tier zur praktischen Anwendung käme. Der "Hamburger" würde plötzlich unbezahlbare 220,- Euro brutto kosten.

Für eine Hühnerbrust ohne Knochen und ohne Haut wären im Verkauf 360,- Euro zu berappen. Und schlussendlich würde ein Hühner-Ei mit knapp 5,- Euro die Kosten für ein Gemüseomelett in unerschwingliche Höhen zwingen. Und das alles nur um die allgemeine Tier-Krankenversicherung zu finanzieren. Aus diesem Grund haben wir in der Tierindustrie bereits vor langer Zeit gelernt, die Preise für Fleisch, Milchprodukte, Geflügel und Eier so niedrig wie möglich zu halten. So niedrig, dass es sich der Durchschnitts-Europäer durchwegs leisten kann, solche Produkte täglich zu essen. Wir erreichten dies mit Hilfe einer kleinen, einfachen Nährformel. Wir fingen an die Futterrationen für Tiere in Form von Körnern, so genannten Pellets, herzustellen. Dadurch konnten wir verhindern, dass sich die Tiere z.B. nur die Rosinen oder Sonnenblumenkerne aus dem Futtertrog rauspickten. Jedes Körnchen war dem anderen gleich und enthielt alle wichtigen Nährstoffe. Somit bekam sogar das dümmste Tier der Herde eine perfekte Ernährung - die Produktion wurde prompt standardisiert. Heute haben wir Pellets für Mäuse, Ratten, Hamster,Meerschweinchen und Hasen. Pellets sind Haupt-Bestandteil in getrocknetem Hunde- und Katzenfutter. Für alle Tierarten die gezähmt oder für Laborversuche verwendet wurden haben wir - Sie ahnen es - Pellets.

Pellets - ein wirkliches Allheilmittel für Tiere. Für Wirtschaft & Industrie ein ungeahnter Segen. Wir waren sogar so erfolgreich, dass wir in den letzten 75 Jahren über 900 verschiedene Krankheiten eliminieren konnten. Die Lebenserwartung von Tieren konnte verdoppelt, ja sogar verdreifacht werden. Alles nur mit Hilfe dieser grund-einfachen, kleinen Nährformel.

Die Frage lag daher nahe, wieso wir dieselbe Technologie nicht bei Menschen anwandten. Umgerechnet 80 Milliarden Euro wurden bis zu diesem Zeitpunkt investiert, um dies für Tiere herauszufinden - über einen Zeitraum von 75 Jahren. Das ist nichts, gemessen an der Summe, die wir jährlich für die HumanGesundheitsvorsorge ausgeben. Wenn man es so betrachtet, war es also äußerst billig 900 verschiedene Tierkrankheiten auszulöschen.


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