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ADHS natürlich behandeln

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(Zentrum der Gesundheit) - Immer mehr Kinder leiden heutzutage an ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit bzw. Hyperaktivitätsstörung) und werden mit umstrittenen ADHS-Medikamenten behandelt. Ist das wirklich nötig? Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bei mehr als 20% der angeblich an ADHS leidenden Kinder eine falsche Diagnose vorliegt. Ausserdem deuten mehrere Untersuchungen darauf hin, dass die Anzeichen von ADHS auch auf natürliche Weise behandelt werden können. Erfahren Sie mehr über eine natürliche ADHS Behandlung.

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© Oksana Kuzmina - Fotolia.com

 

Diagnose ADHS nicht eindeutig

In den letzten Jahren wurden immer mehr Kindern und teilweise auch Erwachsenen die Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gestellt. ADHS zeichnet sich bei Kindern vor allem durch eine generelle Unruhe und Unausgeglichenheit aus. Wildes Herumzappeln, nicht still sitzen bleiben können, Konzentrationsprobleme, unaufgefordertes Herumlaufen im Schulunterricht und eine prinzipielle Ungeduld sind alles Anzeichen für ADHS.

Da all diese Anzeichen jedoch recht subjektiv beurteilt werden können, erscheint nicht nur die Möglichkeit einer eindeutigen ADHS Diagnose, sondern alleine schon die Existenz dieser Störung als sehr zweifelhaft. Doch selbst wenn man annimmt, dass es sich bei ADHS nicht um normale Verhaltensunterschiede, sondern um eine psychische Störung handelt, ist es schwer ADHS eindeutig zu diagnostizieren.

Auch wissenschaftliche Studien konnten bestätigen, dass mehr als 20% aller ADHS Diagnosen bei Kindern falsch sind.(1)

Laut dieser Studie können häufig schon kleine Altersunterschiede dazu führen, dass es beispielsweise dem Lehrer so erscheint, als würde sich ein Kind "auffällig" im Vergleich zu seinen Schulkameraden verhalten. Diese oft harmlose Auffälligkeit, die man vor allem bei kleinen Kindern beobachtet, kann dazu führen, dass dem Kind ADHS diagnostiziert wird.

Gefährliche Psychopharmaka gegen ADHS

Erschreckenderweise bekommen viele Kinder voreilig Psychopharmaka gegen ADHS verschrieben, obwohl oft gar keine psychische Störung vorliegt und die Anzeichen von ADHS möglicherweise auch mit natürlicher Methoden beseitigt werden könnten.

Ritalin® und andere herkömmliche ADHS-Medikamente können äusserst bedenkliche Nebenwirkungen aufweisen und deren Langzeitfolgen sind bislang völlig unklar. Aus all diesen Gründen ist es sehr ratsam, bei dem Verdacht auf ADHS nicht sofort gefährliche Medikamente einzunehmen, sondern zunächst auf natürliche Weise zu versuchen, die Anzeichen zu lindern.

Natürliche Behandlung von ADHS

Es gibt mittlerweile viele natürliche Methoden, die man gegen die Anzeichen von ADHS anwenden kann. Verschiedene Faktoren stehen unter Verdacht ADHS zu verursachen oder zumindest zu begünstigen.

Aufmerksamkeit und ADHS

Wissenschaftliche Studien(2) (3)haben beispielsweise gezeigt, dass Kinder aus einer intakten Familie nicht so häufig an ADHS leiden, wie Kinder, die in zerrütteten Familienverhältnissen aufwachsen. Alleine wenn man den Namen der Erkrankung ADHS – Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung – genauer betrachtet, wird eigentlich schon deutlich, was Kindern mit dieser angeblichen Störung fehlt: Aufmerksamkeit.

Durch den modernen Lebensstil bleibt in vielen Familien neben der Arbeit kaum noch Zeit für die Kinder. Viele Mütter geben ihr Kind schon im Alter von nur wenigen Monaten in die Kinderkrippe oder zu Pflegemüttern, weil sie aus finanziellen oder anderen Gründen selbst keine Zeit für das Kind haben. Natürlich kann ein Kind, welches so aufwächst, genauso gesund und glücklich sein, wie ein Kind, das zu Hause aufwächst.

Es ist nur wichtig, dass Kinder geliebt werden und mit dem Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit aufwachsen können. Wenn die eigenen Eltern keine Zeit für ihre Kinder haben und sie nur von der Kinderkrippe zur Pflegemutter und wieder zurück transportieren, besteht die Gefahr, dass die Kinder das Gefühl entwickeln, sie seien überflüssig und werden zu wenig beachtet.

Hinzu kommt, dass immer mehr Kinder heutzutage in kaputten Familien aufwachsen müssen, wo die Eltern zerstritten sind und mit ihren eigenen Problemen so beschäftigt sind, dass sie sich nicht auch noch um ihre Kinder kümmern können. Logischerweise kann sich bei Kindern, die zu wenig Zeit und Rückhalt von ihrer Familie bekommen, schneller ein Aufmerksamkeitsdefizit entwickeln, welches sich in hyperaktivem Verhalten äussert.

Natürlich ist es einfacher und weniger zeitintensiv, ein ADHS-Kind mit Hilfe von Ritalin® ruhig zu stellen, als etwas an der Familiensituation zu ändern, doch vielleicht ist es besser für das Kind, wenn Eltern nicht sofort zu Medikamenten greifen, sondern zuerst einmal auf anderem Weg etwas an der Störung versuchen zu ändern.

Im Umkehrschluss leben natürlich nicht alle Kinder, die ADHS haben, in kaputten Familien. Es gibt auch Kinder aus intakten Familien, die trotzdem an den Symptomen von ADHS leiden. Die Auslöser von ADHS können sehr vielseitig sein, daher sollte man in jedem Fall ganzheitlich an die Behandlung von ADHS gehen.

Impfen begünstigt ADHS

ADHS wird unter anderem auch mit Impfungen in Verbindung gebracht. Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass geimpfte Kinder häufiger an neurologischen Störungen wie ADHS oder Autismus leiden.(4)

Die Anzeichen von ADHS werden unter anderem mit leichten Hirnschäden oder chronischen Entzündungen im Gehirn begründet, die durchaus beim Impfen entstehen können. Hirnschäden und chronische Entzündungen im Gehirn können dazu führen, dass die Funktion einer bestimmten Hirnregion (des Frontallappens) gehemmt wird.

Diese Region ist für die Konzentration und die emotionale Stabilität verantwortlich. Eine solche Unausgeglichenheit des Gehirns sorgt folglich für eine schwächere Konzentration und für emotionale Ausbrüche.

Die Hirnschäden, die durch Impfungen entstehen können, kommen höchstwahrscheinlich von den enthaltenen Schadstoffen. Quecksilber und andere Gifte, die mit der Impfung in unseren Körper gelangen, können sich in den Organen ablagern und chronische Entzündungen oder andere Leiden hervorrufen. Entzündungen sind normalerweise natürliche Mechanismen unseres Immunsystems, um Schadstoffe oder Krankheitserreger abzuwehren.

Schwere Hirnschäden, die durch Impfungen entstehen können, sind oft nicht rückgängig zu machen, doch chronische Entzündungen können durch die Stärkung des Immunsystems und mit Hilfe einer entzündungshemmenden Ernährung gelindert werden.

Immunsystem stärken bei ADHS

Da ein Grossteil unseres Immunsystems im Darm lokalisiert ist, spielt die Darmgesundheit eine entscheidende Rolle bei der Stärkung des Immunsystems. Ohne eine intakte Darmflora und ein funktionierendes Verdauungssystem kann das Immunsystem auch nicht richtig funktionieren.

Darmgesundheit gegen ADHS

Interessanterweise stehen Erscheinungen wie ein schwaches Verdauungssystem, Lebensmittelallergien oder eine Candida-Pilz-Infektion ebenfalls in Verbindung mit ADHS.(5) (6)Es ist bekannt, dass Verdauungsprobleme die Gehirnfunktion und - entwicklung teilweise stark beeinträchtigen können. Solche Feststellungen zeigen deutlich, wie wichtig ein gesunder Darm für die gesamte Gesundheit ist.

Wer seinen Darm von schädlichen Ablagerungen, Fäulnisbakterien und Pilzen befreien möchte und somit das Immunsystem stärken will, sollte auf jeden Fall eine Darmreinigung in Kombination mit der Einnahme wertvoller Probiotika durchführen. Hier erfahren Sie alles über Darmreinigungen.

Entzündungshemmende Ernährung bei ADHS

Ein gesunder Darm ist die Grundlage für ein funktionierendes Immunsystem, doch eine entzündungshemmende Ernährung und ein gesunder Lebenswandel entlasten und stärken das Immunsystem zusätzlich. Auch wissenschaftliche Studien konnten belegen, dass die Ernährung einen Einfluss auf die Anzeichen von ADHS haben kann.(7)

Entzündungshemmende Nahrungsmittel helfen dabei, das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen, so dass dieses keine übertriebenen entzündlichen Prozesse mehr auslöst.

Gesunde und natürliche Lebensmittel wie beispielsweise Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer, Kurkuma, Zimt, Rosmarin oder Oregano haben unter anderem eine entzündungshemmende Wirkung und können den Körper mit ihren antioxidativen Eigenschaften dabei unterstützen, das Immunsystem zu entlasten.

Auch Vitamine wie Vitamin C, Vitamin E oder Vitamin D sind bekannt dafür, dass sie das Immunsystem positiv beeinflussen und somit auch chronische Entzündungen lindern können.

Speziell bei ADHS kann zudem die vermehrte Zufuhr von langkettigen Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA dabei helfen, die Gehirnfunktion zu verbessern.

Weitere Nährstoffe, die die Gehirnfunktion unterstützen sind auch Folsäure, Vitamin B6, Vitamin B12, Zink oder das Coenzym Q10.

Treten also verstärkt ADHS-Symptome auf, sollte die Versorgung des Kindes mit den genannten Vitalstoffen überprüft und ggf. optimiert werden.

Zusätzlich sollten bestimmte Lebensmittel gemieden werden, die die Ausprägung von ADHS-Symptomen verstärken können:

Bestimmte Lebensmittel meiden bei ADHS

Wer seinen Körper von chronischen Entzündungen, die mit ADHS in Verbindung stehen können, befreien möchte, sollte auf bestimmte Lebensmittel verzichten:

Fertiggerichte, Fleisch, Milch, glutenhaltiges Getreide und Zucker belasten das Immunsystem und können Auslöser von Allergien und Entzündungen sein.

Vor allem Fertiggerichte enthalten häufig schädliche Lebensmittelzusatzstoffe, die mit ADHS in Verbindung gebracht werden.

Eine wissenschaftliche Studie(8)konnte zeigen, dass sowohl der Konservierungsstoff Natriumbenzoat (zu finden in vielen Softdrinks, Fruchtsäften und Salatdressings) wie auch die umstrittenen Farbstoffe Tartrazin (E102), Ponceau 4R (E124), Sunset Gelb (E110), Carmoisin (E122), Quinolin Gelb (E104) und Allura Rot AC (E129) Hirnschäden und auch ADHS-Symptome begünstigen oder verstärken können.

Wer ADHS ganzheitlich behandeln will, sollte unbedingt auf die genannten Lebensmittel verzichten.

Gerade zum Zusammenhang zwischen Softdrinks bzw. Zucker und ADHS werden immer wieder Studien veröffentlicht, wie z. B. die folgende:

Gezuckerte Softdrinks fördern ADHS

US-Forscher fanden heraus, dass der regelmässige Konsum von zuckerhaltigen Softdrinks das ADHS-Risiko um 66 Prozent erhöht.

In einer Studie(9) mit über 1.600 Schülern zeigte sich, dass Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen häufiger auftraten, wenn die Kinder Softdrinks oder Energy-Drinks konsumierten. Mit der Anzahl der konsumierten Portionen nahmen auch die Beschwerden zu.

Eine Softdrink-Portion kann bis zu vierzig Gramm Zucker enthalten – und das bei einer empfohlenen täglichen Aufnahmemenge von 21 bis maximal 33 Gramm für Jugendliche.

Bei Energy-Drinks kommt noch der hohe Koffeingehalt hinzu, der zusätzlich aufputschend wirkt.

Studienleiterin Prof. Jeannette Ickovics von der Yale School of Public Health empfiehlt daher:

"Kinder sollten am besten überhaupt keine Energy-Drinks erhalten."

Dasselbe gilt auch für Softdrinks, die noch eine Menge weiterer Gesundheitsrisiken bergen, wie Sie hier nachlesen können: Gefährliche Softdrinks?

Bewegung gegen ADHS

Kinder mit ADHS-Symptomen brauchen neben den bereits genannten Punkten auch unbedingt genügend Bewegung, da man nachweislich ADHS-Symptome auch durch Bewegung lindern kann.

Sport oder regelmässige Workout-Programme sorgen für mehr Ausgeglichenheit, Stabilität und Balance des Kindes.

Ausreichend Bewegung und gesunde Bewegungsabläufe sorgen für die Stärkung der so genannten Propriozeption (die Eigenwahrnehmung des eigenen Körpers im Raum).

Diese Eigenwahrnehmung ist wichtig für die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems. Alleine die Körperhaltung kann die Entwicklung des Gehirns enorm unterstützen.

Wer Haltungsschäden bei Kindern behandeln und so die Funktion des Nervensystems verbessern will, kann sich beispielsweise beim Chiropraktiker beraten und behandeln lassen.

Bei vielen Kindern wirkt sich eine chiropraktische Behandlung sehr positiv aus. Kinder mit einer gesunden Körperhaltung sind meistens ausgeglichener und zufriedener.

Fazit:

Zusammenfassend gilt, dass eine ganzheitliche und natürliche Herangehensweise die Anzeichen von ADHS lindern kann. Daher ist es mit Sicherheit sinnvoll, bei ADHS-Symptomen zunächst einmal natürliche Methoden anzuwenden, bevor man zu Psychopharmaka greift.

Ein gesunder Lebenswandel wirkt sich überdies nicht nur bei ADHS positiv auf die Gesundheit aus. Kindern, die in einem gesunden Umfeld aufwachsen, bekommen die besten Voraussetzungen für ein gesundes und glückliches Leben.

Will man medikamentös behandeln, sollten selbstverständlich die beschriebenen ganzheitlichen Massnahmen dennoch begleitend zum Einsatz kommen.

Quellen:

  1. Elder TE "The importance of relative standards in ADHD diagnoses: evidence based on exact birth dates.” J Health Econ. 2010 Sep;29(5):641-56. (Die Wichtigkeit relativer Standards in der ADHS Diagnose) (Studie als PDF)
  2. Benjet C et al., "Chronic childhood adversity and onset of psychopathology during three life stages: childhood, adolescence and adulthood.” J Psychiatr Res. 2010 Aug;44(11):732-40. (Chronisches Kindheits-Unglück und der Beginn einer Psychopathologie während drei Lebensphasen: Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter) [Studie als PDF]
  3. Galéra C et al., "Early risk factors for hyperactivity-impulsivity and inattention trajectories from age 17 months to 8 years.” Arch Gen Psychiatry. 2011 Dec;68(12):1267-75. (Frühe Risikofaktoren für Hyperaktivität-Impulsivität und Unaufmerksamkeit im Alter von 17 Monate bis 8 Jahre) [Studie als PDF]
  4. Medical News Today "Vaccinated Children Two And A Half Times More Likely To Have Neurological Disorders Like ADHD And Autism, New Survey In California And Oregon Finds” 27 Jun 2007 (Geimpfte Kinder sind zweieinhalb Mal so anfällig für neurologische Leiden wie ADHS und Autismus) [Studie als PDF]
  5. Wender PH, Kalm M "Prevalence of attention deficit disorder, residual type, and other psychiatric disorders in patients with irritable colon syndrome.” Am J Psychiatry. 1983 Dec;140(12):1579-82. (Die Prävalenz für Aufmerksamkeits-Defizit-Störung, Rest-Typ und anderen psychischen Störungen bei Patienten mit Reizdarm-Syndrom) [Studie als PDF]
  6. Mann JR, McDermott S. "Are maternal genitourinary infection and pre-eclampsia associated with ADHD in school-aged children?” J Atten Disord. 2011 Nov;15(8):667-73. (Sind mütterliche urogenitale Infektionen und Präeklampsie mit ADHD bei Kindern im Schulalter assoziiert?) [Studie als PDF]
  7. Pelsser LM et al., "Effects of food on physical and sleep complaints in children with ADHD: a randomised controlled pilot study.” Eur J Pediatr. 2010 Sep;169(9):1129-38. (Einfluss von Nahrungsmitteln auf körperliche und schlafbedingte Beschwerden bei Kindern mit ADHS: eine randomisierte kontrollierte Pilotstudie) [Studie als PDF]
  8. Donna McCann et al., "Food additives and hyperactive behaviour in 3-year-old and 8/9-year-old children in the community: a randomised, double-blinded, placebo-controlled trial" The Lancet, Vol 370, Issue 9598, p. 1560 - 1567, 3 Nov. 2007 (Lebensmittelzusatzstoffe und hyperaktives Verhalten in 3 und 8/9 Jahre alten Kindern) [Studie als PDF]
  9. Prof. Jeannette Ickovics et al., "Energy Drinks and Youth Self-Reported Hyperactivity/Inattention Symptoms.”, Academic Pediatrics, Februar 2015, ("Energy-Drinks und selbst-eingeschätzte Hyperaktivitäts-/Aufmerksamkeitsschwäche-Symptome bei Jugendlichen”) (Studie als PDF)


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Allgemeines

Zur Unterstützung der herkömmlichen ADHS-Therapie werden seit einiger Zeit auch ernährungstherapeutische Maßnahmen ergriffen, um die Ausprägung der Krankheit zu minimieren. Nährstoffe übernehmen entscheidende Funktionen im Gehirnstoffwechsel, so dass deren gezielte Zufuhr bzw. Meidung bei einigen Patienten zur Besserung der Verhaltensauffälligkeiten führen kann.

Gewisse Ernährungsweisen beeinflussen zudem den Gehalt an bestimmten Stoffwechselregulatoren, die sich auch auf den Gehirnstoffwechsel auswirken (beispielsweise die Insulinausschüttung bei zuckerreichen Speisen).

Darüberhinaus können sich einige pharmakologisch wirkende Substanzen wie biogene Amine, Lebensmittelzusatzstoffe oder Toxine negativ auf den Gehirnstoffwechsel auswirken und gerade bei ADHS-Betroffenen die Verhaltensauffälligkeiten verstärken.

Wichtig!

Die Ernährungstherapie sollte möglichst in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen und sollte bei Erfolg keinesfalls Anlass geben, eigenmächtig und ohne ärztliche Rücksprache eine bestehende medikamentöse Therapie zu beenden oder zu verändern. Zwar konnten für einige Nährstoffe positive Effekte auf das Verhalten von ADHS-Kindern nachgewiesen werden. Eine Supplementierung auf eigene Faust ist jedoch wenig empfehlenswert. Vielmehr sollte allgemein auf eine möglichst natürliche, nährstoffreiche Ernährung geachtet werden.

Einfluss der Ernährungsweise auf ADHS

Es gibt eine Vielzahl von Studien, die positive wie auch negative Effekte für ein oder mehrere Nahrungsmittelinhaltsstoffe belegen. Inwiefern die gesamte Ernährungsweise einen Einfluss auf das Verhalten hat, kann momentan nur spekulativ diskutiert werden. Einige Alltagsbeobachtungen geben Hinweise, dass der aktuelle Trend zu Fertiggerichten, Instantprodukten und Fastfood einen Einfluss auf die immer häufiger beobachteten Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen ausüben könnten. So bemerkten die Lehrer einer US-amerikanischen Schule, dass ihre Schüler nach der Umstellung der Frühstücks- und Lunchverpflegung von Fast Food auf gesunde Kost deutliche Besserungen in ihrem Verhalten zeigten. Während die Schüler vorher durch mangelndes Benehmen, Aggressivität, Drogenmissbrauch und andere Probleme auffielen, waren sie nun wesentlich aufmerksamer, arbeiteten besser mit und konnten sich über einen längeren Zeitraum hinweg konzentrieren .

Zucker

Inwiefern der Zuckerkonsum einen Einfluss auf die Verhaltensauffälligkeiten bei ADHS hat, ist momentan noch schwer einschätzbar. Obwohl zahlreiche Eltern von einer Zunahme der Hyperaktivität infolge hoher Zuckermengen berichteten, konnten wissenschaftliche Untersuchungen diesen Zusammenhang bislang nicht bestätigen. Allerdings weisen die bisherigen Studien zum Teil Mängel im Studiendesign auf. So wurden teilweise Kinder in die Gruppen eingeschlossen, die laut elterlicher Aussage zwar empfindlich auf Zucker reagierten, jedoch kein diagnostiziertes ADHS hatten. Teilweise waren die Teilnehmerzahlen zu gering bzw. wurden Zuckerdosen verabreicht, die weit unter der normalen Zuckeraufnahme von Kindern lagen.  

Ein an ADHS-Kindern durchgeführter oraler Glukosetoleranztest ergab bei einem Großteil einen abnormen Kurvenverlauf, wobei dieser etwa bei der Hälfte der Kurve bei Unterzuckerung (Hypoglykämie) ähnelte. Bei niedrigen Blutzuckerspiegeln setzt der Körper Adrenalin zur Gegenregulation frei. Dieses führt unter anderem auch zu Nervosität und Unruhe. Bei einigen empfindlichen Personen verursacht der Konsum hoher Zuckermengen eine postprandiale Hypoglykämie. Derartige Hypoglykämien führen zur vorrübergehenden Unterversorgung des Gehirns mit Glukose und stören so den Gehirnstoffwechsel wie etwa die Bildung von Neurotransmittern. Dies äußert sich in Gereiztheit, Missstimmung und Nervosität.

In einer kleinen Untersuchung wurden die Auswirkungen eines niedrig-, mittel- und hochglykämischen Frühstücks bei 5- bis 7-jährigen untersucht. Nach 2 bis 3 Stunden wurden Tests zur Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeit durchgeführt. Hier zeigten die Kinder mit dem niedrigglykämischen Frühstück bessere Ergebnisse als die anderen Studienteilnehmer. Zudem waren sie weniger frustrationsanfällig und brachten mehr Zeit für ihre Schulaufgaben auf. 

Omega-3-Fettsäuren

Fett macht etwa 60% der Gehirntrockenmasse aus. Zudem findet sich im Gehirn und in den Nerven die höchste Konzentration der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA). Es wird angenommen, dass DHA entscheidend am Aufbau der nervalen Myelinschicht beteiligt ist und so eine wichtige Rolle für die Reizweiterleitung spielt. Der Gehalt an DHA in der Nervenmembran schwankt dabei in Abhängigkeit vom Gehalt in der Nahrung. In Tierstudien wurde zudem ein Zusammenhang zwischen der Omega-3-Fettsäuren-Konzentration und dem Spiegel an Dopamin und Serotonin nachgewiesen.

Studien aus den 80-er Jahren ermittelten bei ADHS-Kindern niedrigere Omega-3-Fettsäurengehalte, als bei gesunden Vergleichspersonen. In zwei neueren groß angelegten Studien konnten die Verhaltensauffälligkeiten von nicht-medikamentös behandelten Kindern durch entsprechende Supplemente deutlich vermindert werden. So verbesserten sich in der britischen Studie die Symptome nach 3-monatiger Gabe von 168 mg DHA, 552 mg Eicosapentaensäure (EPA) und 60 mg Gamma-Linolensäure. Zudem verringerte sich der Rückstand zu Altersgenossen in Bezug auf Sprach- und Leseentwicklung. Die australische Studie konnte mit der gleichen Behandlung vergleichbare Ergebnisse erzielen. Eine zusätzliche Kombination mit einem Multivitamin-Mineralstoff-Präparat erbrachte jedoch keinen Vorteil gegenüber der alleinigen Gabe von Fettsäuren.

Magnesium

Magnesium wirkt sich auf eine Reihe von Gehirnfunktionen aus. Ein Mangel bewirkt unter anderem Beeinträchtigungen im zerebralen Energiestoffwechsel, der Reizweiterleitung sowie des zerebralen Blutflusses.

Eine Reihe von Untersuchungen konnte bei ADHS-Kindern deutlich niedrigere Magnesiumspiegel im Vergleich zu gesunden Kindern feststellen. Studien zeigten einen Zusammenhang von niedrigen Magnesiumleveln mit Hyperaktivität, Schlafstörungen und verminderter Schulleistung. Eine Behandlung mit 200 mg Magnesium am Tag führte nach 6 Monaten zu einer deutlichen Reduktion der Hyperaktivität bei Grundschulkindern. Eine Magnesium-Vitamin-B6-Kombinationstherapie erbrachte bereits nach 2 Monaten deutliche Verbesserungen der Hyperaktivität sowie der schulischen Leistung.

Zink

Zink beeinflusst als Kofaktor einer Vielzahl von Enzymen eine Reihe von Stoffwechselwegen im Gehirn. So spielt es beispielsweise eine Rolle bei der Bildung von Serotonin aus Tryptophan bzw. bei der Bildung von Melatonin, welches in den Dopaminstoffwechsel involviert ist.

Bei Kindern mit ADHS zeigte sich ein enger Zusammenhang zwischen der Schwere der Krankheit und der Höhe des Zinkserumspiegels. Ein möglicher Mechanismus könnte eine Interaktion mit synthetischen Substanzen wie etwa Lebensmittelzusatzstoffen sein. So zeigte sich an einer Gruppe hyperaktiver Jungen, die empfindlich auf Tartrazin (E102) reagierten, dass eine Provokation mit dem Farbstoff zu einer erhöhten Zinkausscheidung bzw. zu verminderten Zinkserumspiegeln führte. Eine Interventionsstudie fand nach der 12-wöchigen Gabe von 150 mg Zink pro Tag deutliche Besserungen der Hyperaktivität, der Impulsivität, jedoch nicht der Unaufmerksamkeit. Zudem wurde auch ein höherer Behandlungserfolg erzielt, wenn Methylphenidat in Kombination mit 55 mg Zinksulfat gegeben wurde.

Eisen

Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Struktur und Funktion des Zentralen Nervensystems sowie bei der Reizweiterleitung. Eisenmangel wird aufgrund der Kofaktorfunktion bei der Dopaminsynthese mit einer verminderten kognitiven Entwicklung in Zusammenhang gebracht.

ADHS-Patienten wiesen halb so niedrige Eisenspiegel auf wie gesunde Vergleichspersonen. Die Serumferritinspiegel lagen bei einem Großteil unter 30 ng/ ml. Zudem sind niedrige Eisenspiegel mit dem Restless-Legs-Syndrom (Syndrom der ruhelosen Beine) verbunden - einer häufigen Komorbidität der ADHS.

In einer Interventionsstudie an ADHS-Kindern mit Eisenunterversorgung führte die tägliche Gabe von 80 mg Eisensulfat über einen Zeitraum von 12 Wochen zu einer Verbesserung der ADHS-Symptome. Zudem schien sich die Behandlung auch positiv auf das Restless-Legs-Syndrom einiger Patienten auszuwirken.

Lebensmittelzusatzstoffe

Einige Lebensmittelzusatzstoffe stehen im Verdacht die Erkrankung ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-und-Hyperaktivitätsstörung) zu begünstigen. Die Erkrankungen treten vor allem bei Kindern zunehmend gehäuft auf. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen reichen für eine abschließende Bewertung jedoch nicht aus. Dennoch beschloss die Europäische Kommission, dass ab dem 20. Juni 2010 einige Farbstoffe bei der Verwendung in Lebensmitteln auf dem Etikett mit der Information "Kann die Aufmerksamkeit und Konzentration bei Kindern beeinträchtigen" deklariert werden müssen. Hierzu zählen:

  • E102 - Tartrazin
  • E104 - Chinolingelb
  • E110 - Gelborange S (Sunset-Yellow)
  • E122 - Azorubin
  • E124 - Cochenillerot A
  • E127 - Erythrosin
  • E129 - Allurarot
  • E280 - Propionsäure
  • E281 - Natriumpropionat
  • E282 - Kalziumpropionat
  • E283 - Kaliumpropionat

Quelle :

Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
Kapuzinergraben 18-22, 52062 Aachen


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